Vier Siege und ein Bruch für BMC Rookies

Seit dem letzten Newsletter ist einige Zeit vergangen. In der Zwischenzeit haben die Rookies wieder einiges gewonnen, müssen jedoch aber auch einen schmerzhaften Ausfall verkraften.

Für Pechvogel Noah Rupp ist die Saison nach seinem Schlüsselbeinbruch beendet.

Für Pechvogel Noah Rupp ist die Saison nach seinem Schlüsselbeinbruch beendet.

Schon am 24. August starteten Tim Wollenberg und Noah Rupp bei einem Kriterium in Werneck. Tim setzte sich mit zwei anderen Fahren gleich nach der ersten Runde vom Feld ab. Von den drei Wertungen gewann der Rookie die erste und die dritte, aber super waren die vielen Prämiensprints, bei denen er sein Taschengeld gut aufbessern konnte. Im Rennen reichte es auch noch zum ersten Platz.

Für Noah lief es nicht so gut, gleich am Anfang gewann er die ersten zwei Wertungssprints, aber in der 23. Runde stürzte er blöd und brach sich das Schlüsselbein. Im Stadlercup wurde er dadurch nur Sechster. Der Pechvogel der Saison startet nach seiner Operation jetzt auch bald mit der physiotherapeutischen Therapie in der Augsburger Hessingpark Clinic. Das gesamte Team wünscht ihm gute und schnelle Besserung.

Tim war wieder im XC-Rennen nicht zu schlagen.

Tim war wieder im XC-Rennen nicht zu schlagen.

Nach drei Wochen Renn-, aber nicht Trainingspause startete Tim dieses Wochenende wieder doppelt. Zuerst ging es zum LBS-Cup nach Remchingen, wo nicht nur das XC-Rennen gefahren werden musste, sondern vorher die Technik mit Trialen und Slalom anstand. Die Auswahl fiel auf dieses Rennen, da nächstes Wochenende das Finale in der Nachwuchsbundesliga mit dem Technikmodul Trial ansteht und damit eine gute Vorbereitung bot. Das Wetter der letzten Tage machte viele Teile der Rennstrecke unfahrbar und erhöhte die Schwierigkeit des Trials mit sieben Sektionen von schwer auf sehr schwer. Wie es in der Nachwuchsbundesliga vorgeschrieben ist, fuhr Tim mit Flatpedals, was die Sache nicht leichter machte. So schaffte er vier Punkte, was auch dem frühen Aufstehen (5:30 Uhr) und der langen Anfahrt geschuldet war. Allerdings waren diese vier Punkte die zweitbeste Leistung. Im Slalom fuhr er als Zweiter Bestzeit und wurde nur doch durch einen weiteren Fahrer um weniger als 1/10 getoppt. Das Technikergebnis bildete wieder einmal die Grundlage für die Startaufstellung des XC-Rennens, in der nur ein Fahrer vor Tim im Wellenstart auf die Strecke ging. Doch die acht Sekunden Vorsprung waren schnell aufgeholt und von da an fuhr Tim ein einsames Rennen und siegte souverän. Leider waren angesichts des Wetter nicht viele Starter anwesend, was angesichts des schönen Wettkampfes schade war. Von oben blieb es trocken und die Temperatur war mit ca. 18° angenehm.

Tim dominierte das Kriterium in Freising.

Tim dominierte das Kriterium in Freising.

Am nächsten Tag startete Tim diesmal auf der Straße bei einem Kriterium in Freising. Zum Glück war die Startzeit diesmal deutlich später und somit alle gut ausgeschlafen. Da das Rennen mit 15 km sehr kurz war, überlegte sich die Teamleitung eine gute Taktik. Dabei spielte der Veranstalter den Rookies noch in die Karten, da er jede zweite Runde eine Wertung ansetzte und noch vier Prämiensprints dazwischen setzte. Das bedeutete, dass Tim das Rennen von Anfang an schnell gestaltete und auch die ersten zwei Wertungssprints gewann. Dies war angesichts des Feldes mit dem deutschen Meister auf der Straße und Bahn sowie weiteren bayerischen Spitzenfahrern eine tolle Leistung. Durch das hohe Tempo hatte sich eine sechsköpfige Führungsgruppe gebildet, die die Entscheidung unter sich ausmachte. Tim fuhr auch die weiteren Sprints clever, gewann vier von sieben Wertungen und punktete jedes Mal. Dies sicherte ihm den souveränen Sieg in diesem schnellen und spannenden Rennen.

Teamkollege Ferdinand Herrlich war in der Zwischenzeit ebenfalls auf dem Mountainbike und dem Rennrad unterwegs. Zuerst stand am letzten Wochenende in Altenberg die Nachwuchsbundesliga mit Eliminator-Sprint am Samstag und XC-Rennen am Sonntag auf dem Programm. Bereits bei der Anreise am Freitag wurde Ferdinand von einer leichten Erkältung geplagt. Zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht fest, ob der Rookie überhaupt am Sonntag starten würde. Doch für den Sprint war er fit genug. Die Sprint-Strecke war an einem Hang gelegen, sodass es nicht nur um Kurven ging, sondern auch einmal kräftig den Berg hinauf. Abgerundet wurde das Ganze mit einem Wallride kurz vor dem Ziel. Die Rundenzeit betrug etwa eine Minute. Beim Start wurde man gehalten. In der Qualifikation kamen die ersten 32 ins Achtelfinale, darunter Ferdinand. Im Achtelfinale lief es dann nicht so gut. Der Rookie klickte kurz vor dem Start aus, und startete als Vierter. Doch noch auf der ersten Gerade konnte er sich auf den Dritten vorkämpfen. Am Hinterrad des Zweiten hing er dann, hatte aber keine Chance vorbei zu kommen. Dies ließ der Kurs einfach nicht zu. So belegte Ferdinand etwas enttäuscht den 23. Platz.

Ferdinand wurde im XC-Rennen von einer Erkältung gebremst.

Ferdinand wurde im XC-Rennen von einer Erkältung gebremst.

Am nächsten Tag entschied der Rookie sich für einen Start, da es ihm doch nicht so schlimm ging. In der ersten Runde konnte er sich nicht so gut vorarbeiten wie gehofft, da der Kurs direkt nach dem Start sehr eng wurde. In der zweiten Runde fuhr der U17-Fahrer dann vor auf den neunten Platz. An diesem Punkt war die Erkältung kurz schon fast vergessen. Doch dann kam die vierte und letzte Runde, und Ferdinand ging es richtig schlecht: Er bekam kaum noch Luft und die Nase tropfte. Erschöpft musste der Rookie drei Fahrer ziehen lassen, was nach den vorherigen Anstrengungen ziemlich bitter war. Am Ende belegte er so den zwölften Platz.

Ferdinand fuhr in Gießen ein gutes Rennen und führte das Feld mehrere Runden.

Ferdinand fuhr in Gießen ein gutes Rennen und führte das Feld mehrere Runden.

Auskuriert nahm Ferdinand eine Woche später an einem Kriterium in Gießen rund um das Stadttheater teil. Eine Runde hatte nicht einmal einen Kilometer und verlief immer im Quadrat um das Theater. Insgesamt 50 Runden waren zu absolvieren, jede fünfte war eine Wertungsrunde. Bei ein paar Wertungen konnte der Rookie mitsprinten und so auch ein paar Punkte einfahren. Ferdinand hielt das Tempo hoch und führte das Feld auch über einige Runden an. Am Ende wurde er Siebter, dabei belegten Fahrer des älteren Jahrgangs ersten drei Plätze. Da der Rookie auch in einigen Prämienrunden vorne mit dabei war, konnte er am Ende Preisgeld mit nach Hause nehmen.

Den vierten Sieg der Rookies in den letzten Wochen holte schließlich Lars Hemmerling. Im Rahmen des Bank 1 Saar Marathons, bei welchem die deutsche MTB Meisterschaften im Marathon ausgetragen wurden, startete er beim Saar-Pfalz-Cup. Vom Start weg setzte sich der Rookie an die Spitze und gewann souverän die U15-Klasse.

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