Kompliziertes Rennwochenende

Auch wenn es einen Sieg gab, liefen die letzten Rennen nicht ganz so, wie es sich die KTM Youngsters gewünscht hätten.

Die KTM Youngsters waren an diesem Wochenende an zwei Orten vertreten: Timo Brandl, Simon Potstada und Paulina Weigelt starteten bei der Bundesnachwuchssichtung in Weißenfels (Sachsen-Anhalt). Parallel dazu fuhren Niclas Look und Nico Wollenberg in Elxleben (Thüringen) die deutsche Straßenmeisterschaft.

Dort war Nico am Samstagnachmittag als erster gefordert. Die Rennen wurden auf einem zehn Kilometer langen Rundkurs ausgetragen, welcher einer deutschen Meisterschaft würdig war. In jeder Runde musste ein Anstieg mit 200 Höhenmetern überwunden werden, teilweise mit über 16 Prozent Steigung, die kurvenreiche Abfahrt auf engen Straßen erforderte höchste Konzentration und in der Ebene mussten die Fahrer dem Gegenwind trotzen. Die U17-Klasse mit über 100 Fahrern und Nico musste sieben Runden absolvieren. Der KTM Youngster fühlte sich gut und fuhr bis zur dritten Runde immer vorne mit. Dann kam es zu einem Sturz vor ihm und Nico fiel zurück. Zwar konnte er die Lücke zur Spitze wieder schließen, doch in der Folge fehlten nach diesem Kraftakt die entscheidenen Prozente, um alle Attacken mitzugehen. Zwar versuchte Nico noch einmal nach vorne zu kommen, aber es gelang nicht. Als 44. kam er ins Ziel, womit er nicht zufrieden war, da mehr drin gewesen wäre.

Am Sonntagvormittag folgte das U15-Rennen mit Niclas. Auch hier waren über 100 Starter mit dabei. Nach dem bayerischen Meistertitel in der Vorwoche hatte sich der KTM Youngster dennoch vorgenommen vorne mitzukämpfen. Dies gelang lange gut, doch in der dritten Runde verpasste er eine Attacke einer neunköpfigen Gruppe. Gemeinsam mit drei anderen Fahrern konnte sich Niclas danach zwar vom Feld absetzen, doch nach ganz vorne reichte es nicht mehr. Um es nicht am Ende auf einen Zielsprint ankommen zu lassen, mobilisierte der 14-Jährige alle Kräfte und löste sich von seinen Konkurrenten. Dadurch kam er als guter Zehnter ins Ziel, aber so wie Nico am Tag zuvor, war auch Niclas nicht zufrieden damit.

Bei der Nachwuchssichtung in Weißenfels standen wieder ein Technikmodul und ein CC-Rennen auf dem Programm. Den ersten Wettbewerb beendeten Simon auf Platz sieben, Paulina auf Rang 13 und Timo als 21. Wirklich zufrieden damit war nur Simon, der alle Punkte einsammeln konnte, aber mit seiner Zeit nicht der Schnellste war. Bei Timo und Paulina lief es hingegen gar nicht wie gewünscht.

Zum Glück für Paulina gab es aber am nächsten Tag noch das Cross-Country-Rennen. Schon vor dem Rennen bei sehr warmen Temperaturen, mit denen die 15-Jährige gut zurecht kam, freute sie sich auf die Strecke. Aus der dritten Reihe kommend schaffte es Paulina bis zur ersten Kurve schon auf Rang fünf. Danach verlor sie zwar Positionen, arbeitete sich aber im weiteren Verlauf des Startloops nach vorne, sodass sie zu Beginn der ersten Runde die Führungsposition erobern konnte. Wie gewohnt ließ Paulina danach keinen Zweifel mehr an ihren Ambitionen und baute ihren Vorsprung in den drei Runden kontinuierlich aus, um als Siegerin die Ziellinie zu überqueren.

Einen solchen Rennverlauf hätten sich Timo und Simon auch gewünscht – doch es sollte anders kommen. Aus der vierten Reihe startend fuhr Timo im Startloop in die Top Ten, bekam danach jedoch weniger Luft und musste in der zweiten Runde erschöpft das Rennen abbrechen. Simon war im Startloop hinter Timo bis auf Platz 18 zurückgefallen, konnte sich jedoch nach einer gewissen Zeit wieder nach vorne arbeiten. Am Ende fuhr er gemeinsam mit einem Konkurrenten um Platz sieben, doch dieser löste sich aus Simons Windschatten und überholte ihn. Als Achter kam Simon ins Ziel, für den das Ergebnis in Ordnung war, da er sich nach einem Schulausflug in der Woche nicht vollkommen in Form fühlte.

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